Maßnahmen * Pro & Contra

Hier vorerst einmal ein kurzer Überblick über alle Methoden, von denen ich bisher gehört oder gelesen habe, wobei ich diese in 3 Kategorien einteile:

Gewaltfrei

Es wird sicher sehr viel aufwendiger, die Schneckenplage in Zaum zu halten, ohne zu Machete, Giftgebräu oder andere Grausamkeiten zu greifen. Dennoch – ich will es versuchen.

  • Vorbeugen
    Welche Maßnahmen vorbeugend helfen, die Schneckenpopulation ein wenig einzudämmen, darüber schreibe ich in Kürze.
  • Biologisches Gleichgewicht stärken
    Ob für Igel die (zähe) Spanische Wegschnecke ein Leckerbissen ist, dafür habe ich bisher keine Bestätigung gefunden. Ich werde dazu weiter forschen…
  • Abhalten/Vertreiben durch unbeliebte Pflanzen
    Wenn nur die Hälfte der Vorlieben/Abneigungen zutreffen, dann bleibt uns immer noch ein Fülle an Pflanzen, die wir relativ unbeschadet hegen können.
  • Schneckenzaun
    Vorteil: Gute Wirkung
    Nachteil: Teuer
  • Indische Laufenten
    Nur dann akzeptabel, wenn man artgerechte Bedingungen für die Laufenten schaffen kann.
  • Einsammeln & verbringen
    Nachteil: Auch wenn man die Tiere “nur” in den nächsten Wald bringt, greift man eben dort empfindlich in das biologische Gleichgewicht ein und verlagert die Schneckenplage nur in ein anderes Areal.

(Chemische) Gifte

  • Schneckenkorn
  • Niemprodukte
  • Koffein

Tierquälerei

Diese Methoden kommen für mich aus den verschiedensten Gründen & Überlegungen nicht in Frage.

  • Bierfalle
  • Zerschneiden
  • Mehl
  • Salz

19 Responses to Maßnahmen * Pro & Contra

  1. Hühnchen says:

    Liebe EliZZZa und andere Leidensgenossinnen,

    dieses Jahr scheinen die Schnecken meinen gesamten Garten als ein einziges Schneckenbuffet zu betrachten. Sogar der Giersch wurde angeknabbert. Er ist aber so robust, dass er den Angriff (leider) verkraften kann.

    Besonders unerwartete Opfer waren meine Chili-Jungpflanzen in einem Kistchen auf der Terrasse und die Austriebe meiner Wundeblume(im Topf)und heuer neuerdings die Australischen Gänseblümchen und die Fächerblume.

    Dieses Jahr ist allerdings wegen seiner Frühjahrs-Regenfälle nicht sehr repräsentativ.

    Der Lavendel blieb tatsächlich verschont, der Frauenmantel zeigt ebenfalls wenig Fraßspuren, nur dient er leider als beliebtes Tagesquartier.

    Die Lavendelöl-Methode klingt gut, dafür müsste ich allerdings ein ganzes Fass davon kaufen ;-)

    Wie ich bei meiner Nachbarin sehen kann, scheint die einzige Lösung scheint mir eine Thujen-Hecke und englischer Rasen ohne jedes Blümchen zu sein. >;-)

    Liebe Grüße
    von Eurem Schnecken-genervten Hühnchen

    PS: Angeblich sollen auch Glühwürmchen-Larven Schnecken-Eier fressen, aber meine waren heuer offensichtlich nicht sorgfältig genug. ;-((

    • eliZZZa says:

      Liebes leidgeplagtes @Hühnchen,
      ich wittere einen neuen, zukunftsträchtigen Berufszweig: Nacktschnecken-Beraterin >;o))

      Was Du schilderst, klingt ja wirklich bedrohlich – dennoch, ich bin davon überzeugt, dass konsequentes Vorgehen auf die “sanfte” Art auch für den Menschen ein akzeptables Gleichgewicht (wieder) herstellt.

      Obwohl die Schnecks ganz schön flott unterwegs sind, sind sie genauso bequem wie andere Lebewesen. Wenn sie also an einem lauschigen Plätzchen Leckerbissen “serviert” kriegen, stillen sie ihren Hunger dort, man kann sie regelrecht “anfüttern” (jedenfalls meine bisherige Erfahrung).

      Wenn ihnen der Frauenmantel also als Versteck lieb ist, denn wäre das doch ein guter Start für Dein Schneckenbuffet. Noch ein paar Tagetes rundherum (Koriander scheint ebenfalls heiß begehrt) und den Zugang zu anderen potentiellen Opfern unbequemer machen.

      Bisher habe ich rund um die Blumenkistchen 5 kleine Fläschchen Lavendelöl “verbraten”, der Geruch hängt aber immer noch irgendwie in den Steinen und ich denke, wenn ich ihn rieche, dann erst recht die Schnecken. Lavendelöl gibt es ja tatsächlich in größeren Gebinden und man muss es (so hab ich gelesen) ja nicht pur versprühen, sondern eine Lösung tut’s auch (das hab ich aber noch nicht probiert).

      Eines kann ich jetzt aber schon mit Sicherheit behaupten: In Tante Lores Garten (meiner und ihrer sind vollständig und gebäudetechnisch voneinander getrennt) gibt es keine einzige Schnecke weniger als bei mir – und sie arbeitet zu meinem tiefsten Grausen mit der Schere… Ihre Überzeugung, das sei die einzige Methode, kommt in letzter Zeit allerdings massiv ins Wanken >;o))

      Also einfach nicht aufgeben, es wird Dir ganz sicher gelingen, die Schneckenplage einzudämmen!

      Alles Liebe,
      eliZZZa

  2. Hühnchen says:

    H!
    Seiten zu ökologischem Landbau empfehlen:

    …Auswirkung von drei Unkrautarten (Stellaria media (Vogelmiere), Capsella bursa-pastoris (Hirtentäschl) und Taraxacum officinale (Löwenzahn) als Ablenkfutter.

    Das wäre wenigstens einmal ein guter Anwendungszweck von Unkraut.

    Gut und schön: Aber möchte ich in meinen Beeten Löwenzahn, und Vogelmiere wachsen lassen? Mit Hirtentäschl könnte ich mich noch abfinden.

    Weiters ist dort zu lesen: Eine schützende und abweisende Wirkung sollen auch Pflanzenauszüge aus Begonien und Blättern aus Schwarzer Johannisbeere aufweisen. Wieder eine Legende?

    Bis demnächst
    Hühnchen

    • eliZZZa says:

      Liebes @Hühnchen,
      die Sache scheint sehr viel einfacher zu sein: Wenn die Schnecken a) Leckerlis, b) ein schattiges Plätzchen und c) andernorts weniger einladende Bedingungen (vor)finden, lassen sie fast alles andere links liegen. So schaut’s jedenfalls derzeit aus. Geschwächte und frisch gepflanzte Gewächse sind besonders gefährdet. Andererseits wirkt selbst hier das vorher geschriebene (augenscheinlich).

      Habe über eine höchst interessante Studie gelesen, nämlich dass MANCHE Pflanzen (soferne sie gesund und kräftig sind) bei Angriff unangenehme Inhaltsstoffe produzieren, welche Feinde abschrecken.

      Und dann ist mir noch die Sache mit der “Notblüte” eingefallen (die man z.B. von Bäumen kennt): Ist eine Art in ihrer Existenz bedroht, so kann es zu übermäßiger/außerplanmäßiger Vermehrung kommen.

      All dies spricht für mich für einen entspannten Umgang mit welchen Gartenschädlingen auch immer.

      Alles Liebe,
      eliZZZa

  3. Hühnchen says:

    Ich hab in einem Pflanzenforum gelesen, dass Kaffee Schnecken vertreiben soll. Ob flüssig oder als Satz bleibt unklar.
    Einen Versuch wär’s wert.
    Jedenfalls gilt der Satz als guter Dünger.

    Liebe Grüße
    vom Hühnchen, das leider keinen Kaffee trinkt ;-(

    • eliZZZa says:

      Liebes @Hühnchen,
      ich habe die Studie ziemlich genau gelesen, leider ist Koffein ein hochgiftiges Toxin und daher würden durch Besprühen mit einer Lösung (wie in der Studie) auch zahlreiche Insekten über den Jordan gehen. Also keine Lösung.

      Habe aber auch gelesen, dass Lebermoos-Extrakt die Nacktschnecken vertreiben soll. Habe ich aber noch nicht ausprobiert, da ich mit den derzeitigen Maßnahmen kaum Schneckenschäden finde…

      Alles Liebe,
      eliZZZa

  4. Nur…meine NAchbarn streuen Schneckenkorn!
    (Hatte mich schon gewundert über ihre ausdauernden zarten salattriebe…)

  5. Seaangel says:

    Ich habe mal gehört, Rindenmulch soll helfen, da Schnecken nicht über rauen Untergrund laufen (oder heißt es kriechen). Bei mir hat das nicht funktioniert, habe aber zwischenzeitlich gesehen, dass es unterschiedlichen Rindenmulch gibt. Vielleicht sollte ich anderen kaufen.

    • Rose says:

      @Seaangel,

      Wir haben in unserem SEHR viele verschiedene sorten von Rindenmulch (mein Vater lässt sich gern von Farben und Angeboten ködern) Ich kann euch also bestätigen dass sie über jeden Rindenmulch kriechen.

      LG Rose

      • eliZZZa says:

        Liebe @Rose,
        und wohl darunter ein herrliches Feuchtgelände vorfinden. Geb Dir Recht – Rindenmulch KANN nicht funktionieren…

        Alles Liebe,
        eliZZZa

    • eliZZZa says:

      Liebe @Seaangel,
      was ich bis jetzt schon gelernt bzw. beobachtet habe, müsste Rindenmulch ein tolles Schneckenversteck sein, denn darunter hält sich die Erde feucht und warm…

      Alles Liebe,
      eliZZZa

  6. Tine says:

    Laufenten kann man mieten! :) )

  7. Tine says:

    Hallo Elizzza,

    Katzenstreu um die Beete gestreut soll helfen da die Schnecken den groben Untergrund nicht mögen. Leider weiß ich nicht so recht ob in Katzenstreu Kalk enthalten ist, der würde den Schnecken schaden und zu Verätzungen führen. Wenn kein Kalk drin ist und Kater Stiefel, oder andere seiner Art das Beet nicht mit einem Katzenklo vertauschen.. :)

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
    Tine

    • eliZZZa says:

      Liebe @Tine,
      Katzenstreu müsste von der Konsistenz her schon helfen, allerdings muss ich da erst zur Zusammensetzung forschen. Ich hab mal eine “Bannmeile” aus Aquariensand ausgelegt und werde darüber berichten.

      Alles Liebe,
      eliZZZa

  8. Elisabeth says:

    Unser langjähriger Gartensommergast (= griechische Landschildkröte) hat Nacktschnecken gefressen. Allerdings meist erst ab August, wenn es keine Kirschen bzw. Erdbeeren mehr gab. Die vertilgte Menge sich jedoch in Grenzen. Die Haltung dieser Tiere ist zwar im Sommer relativ problemlos (ausbruchsicheres Gehege vorausgesetzt), aber wohin im Winter, wenn man genug Schildkröten haben möchte, um die Schnecken in Schach zu halten?

    • eliZZZa says:

      Danke @Elisabeth,
      dann entwickeln sich wohl die Schildkröten zur Plage >;o) Dennoch danke für Deinen Erfahrungsbericht – das ist doch eine interessante Beobachtung.

      Alles Liebe,
      eliZZZa

  9. Seaangel says:

    <<>> Man kann sie auch über den Zaun werfen – zum Nachbarn >>>Ironie aus>>>

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