Als Kind faszinierten mich von allen Tieren Schnecken und Ameisen am meisten. Und so hegte ich eine Schneckenfarm. Andere Kinder hatten eine Sandkiste, ich baute daraus ein Gehege für die faszinierenden Kriecher, die damals in größter Vielfalt zu finden waren.
Ganz besonders hatten es mir rostrote bis dunkelrote kleine Gehäuseschnecken angetan und natürlich liebte ich auch die gestreiften in allen Farbvarianten. Das Gehege war ca. 1 m x 1 m groß und hatte niedrige Holzwände. Darin baute ich Teiche, Brücken, Häuschen, Erdburgen und servierte den Schnecken täglich feinste Salatblätter und Löwenzahn. Den Schnecken gefiel es, nur wenige ergriffen die Flucht und wenn dann kamen immer neue zu Besuch, schließlich war der Salatteller immer wohl gefüllt.
Diesem – buchstäblich – bunten Treiben konnte ich stundenlang zusehen.
Natürlich gab es auch Nacktschnecken, allerdings wohl einheimische. Wenn es geregnet hatte, besonders in der Dämmerung, dann krochen diese von den Steinplatten hervor, die zu unserer Haustür führten. Igitt, vor diesen Prachtexemplaren gruselte es mich ziemlich, sie waren dick und schwarz und die fettesten Exemplare an die 20 cm lang. Die habe ich nicht in meine kleine Schneckenfarm importiert >;o)
